BUND Kreisgruppe Segeberg
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In Kommunen

(c) Verena Peters

Für engagierte Kommunen, welche sich im Naturschutz bspw. für Wildbienen und Insekten einbringen wollen, können nachfolgende Themen hilfreiche Ideengeber sein:

 

1.) Pestizidfreie Kommune werden!

Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier beim BUND.

 

2.) Blühflächen anlegen!

An Straßen- und Wegrändern ein gutes Angebot an Nahrungspflanzen schaffen, indem geeignete heimische Blühpflanzen ausgesät werden. Oder gleich eine ganze Wildblumenwiesen angelegen.

Wenn Sie weitere Beratung zu diesem Thema wünschen, lassen Sie es uns gerne wissen! 

Hilfreich können auch folgende Seiten sein:

"Bluetenmeer2020"

"Schleswig-Holstein blüht auf"

"Bienenfreundliche Kommunen"

Wildblumen können auch als Alternative zu Mais oder Getreide zur Biomassengewinnung angelegt werden. Links dazu gibt es u.a. hier:

"Broschüre: Wildpflanzen als Substrat für Biogasanlagen", Energie Agentur 2018

"Bienenstrom als Modell der Zukunft", 2019

"Energie aus Wildpflanzen", DJV

"Biogas aus Wildblumenwiesen", CleanEnergyProject, 2012

 

3.) Projekt „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig"

Hier geht es darum, Städte grüner zu machen und naturnahe Flächen in Kommunen zu schaffen. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert, hier mehr dazu. 

3a) Stadtgrün wertschätzen!

Städte können vom Ausbau der Grünflächen ökologisch, ökonomisch und sozial profitieren. Hier geht es zum Artikel (GAIA28/4(2019)).

 

4.) Kunststoffeinträge durch Verpackungen: Steuerungsmöglichkeiten der Kommunen

Ein Impulspapier zu Steuerungsmöglichkeiten deutscher Kommunen. Stand: 17.1.2020. Hier geht es zum Download der pdf

 

5.) Luftfilter für Städte

Hier ein möglicher Ansatz zur Filterung von Feinstaub in Städten:

"Mooswand gegen Feinstaub"

 

6.) Klimawald anlegen

Seit 2010 setzt sich die gemeinnützige Stiftung Klimawald aktiv für die Schaffung neuer Wälder in Deutschland ein. Diese Wälder entziehen bei ihrem Wachstum Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre und helfen so die Effekte des Klimawandels abzumildern. Mehr zu der Stiftung hier.

7.) Kommunaler Insektenschutz

Insekten schützen leicht gemacht!Anleitung für Kommunen und Wildnisliebhaber gibt es hier.

8.) Flächensparender Wohnungsbau

Leitfaden für einen flächensparenden Wohnungsbau in der Kommune des BUND SH.

Böden sind neben Luft und Wasser die wichtigste Lebensgrundlage und erfüllen vielfältige Aufgaben. Sie sind durch das Zusammenspiel aus Gestein, Luft, Wasser und Lebewesen über Jahrhunderte entstanden – einmal versiegelt, lässt sich die ursprüngliche Bodenqualität kaum wiederherstellen. Das hat besonders für das örtliche Klima tiefgreifende Auswirkungen. Gesunde Böden speichern Treibhausgase und helfen durch die Verdunstung von Wasser, die Luft abzukühlen. Asphalt und Beton heizen hingegen durch ihre dunklen, geschlossenen Oberflächen die Umgebung auf. Versiegelte Böden können Niederschläge nicht aufnehmen. Die zunehmenden Starkregen-Ereignisse überfordern deshalb die Kanalisationen und es kommt immer häufiger zu Überflutungen. Auch für unsere heimischen Wildtiere hat die Versiegelung tiefgreifende Auswirkungen. Lebensräume und Lebensgrundlagen verschwinden, Wanderrouten werden von Straßen zerschnitten und durch Siedlungsflächen unterbrochen. Hindernisse, die für viele Arten unüberwindbar sind.


Die Bundesregierung hat sich deshalb in ihrer Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel gesetzt, den wachsenden Flächenverbrauch für Siedlung und Verkehr bis zum Jahr 2030 auf 30 Hektar (ha; entspricht 100 x 100 Metern) pro Tag zu senken. 2050 soll es einen Netto-Null-Flächenverbrauch geben. Noch liegt die Neuinanspruchnahme von Flächen mit 74,4 ha / Tag (2018) jedoch deutlich über dem Richtwert. Die Umwandlung von wertvollen Böden in Siedlungs- und Verkehrsfläche liegt 2018 in Schleswig-Holstein laut Statistikamt Nord bei 3,1 ha / Tag und damit 240% über den sich aus der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie ergebenden Zielwert von 1,3 ha / Tag und bildet damit die rote Laterne im Vergleich zu den anderen Bundesländern. Vor allem in ländlichen, häufig stagnierenden oder schrumpfenden Regionen ist der Zuwachs an verbrauchter Fläche besonders hoch.


Kern des Projektes „Weniger ist mehr – Versiegelung stoppen!“ ist die Entwicklung eines Handlungsleitfadens für die Kommunalvertreter*innen mit dem Schwerpunkt auf der Planung von Wohnungsbau in der Kommune. Der Leitfaden soll die meist ehrenamtlich tätigen Entscheidungsträger*innen über das Thema informieren und die Folgen der aktuellen Flächenpolitik auf Natur und Klima sowie die sozialen oder ökonomischen Auswirkungen der zunehmenden Flächeninanspruchnahme darzustellen.
Darüber hinaus sollen geeignete Instrumente präsentiert werden, um dem ungebremsten Flächenfraß zu begegnen und Beispiele aus der Praxis vorgestellt werden, die bereits einen oder mehrere dieser Ansätze erfolgreich erprobt haben